LexikonSelbstprojektion
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Selbstprojektion

Selbstprojektion bezeichnet das Lesen aus der Perspektive der Hauptfigur, bei dem die Leserin deren Gefühle, Entscheidungen und Blicke als eigene erlebt. In der Romance ist das kein Nebeneffekt, sondern der Kern: Man liest, um selbst gemeint zu sein.

Im Englischen heißt das Muster „self-insert“, und in der Fanliteratur ist es seit Jahrzehnten eine eigene Form. Die Heldin bleibt bewusst offen, damit man in sie hineinpasst. Der Reiz ist unmittelbar: Der Blick, der sie trifft, trifft dich.

Woran du es erkennst: Die Erzählung spricht dich an, „du bist Jana“ statt „Jana war“. Die Hauptfigur hat einen Namen, ein Alter, einen Beruf, aber keine Eigenschaft, die dich ausschließt. Und ihre Entscheidungen sind die Stellen, an denen du gefragt wirst.

Jede Geschichte im Katalog beginnt so: Du bist Jana, 29, im Nachtzug nach Verona, und die Abteiltür geht auf. In den meisten Geschichten spielst du eine Frau, in einigen einen Mann, in einer eine nichtbinäre Figur. Wer du dort bist, steht fest; was du tust, nicht.

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Selbstprojektion, aber du entscheidest.

Bei Everglow liest du das nicht nur. Du bist die Hauptfigur, und jedes Kapitel endet mit deinem Zug.

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