Amnesia ist die radikalste Form von Vertrauen: Du musst den Menschen glauben, die dir sagen, wer du bist – und dein Körper widerspricht vielleicht.
Leseprobe ausDie Hafenstadt und das VergessenIn „Die Hafenstadt und das Vergessen“ wachst du nach vierzehn Monaten in einem Krankenhaus in Triest auf. Ein Mann sitzt an deinem Bett, geduldig, fürsorglich – er sagt, er sei dein Ehemann. Du kennst ihn nicht. Aber dein Herz schlägt schneller, wenn er den Raum betritt, und deine Finger suchen nach seinem Handgelenk, als wüssten sie etwas, das dein Verstand nicht fassen kann. Das ist die unheimliche Seite der Amnesia: Dein Körper erinnert sich, bevor du es tust.
Was die Trope so besonders macht, ist das Misstrauen, das du gegen dich selbst entwickeln musst. Du findest Notizen in deiner eigenen Handschrift, die eine ganz andere Geschichte erzählen als die, die dein „Ehemann“ dir präsentiert. Eine Freundin macht Andeutungen, die alles in Frage stellen. Du beginnst, durch die verwinkelten Gassen von Triest zu laufen, auf der Suche nach einem Café, einem Geruch, einem Satz, der die Wahrheit freigibt. Du kannst niemandem glauben – nicht einmal dir selbst.
Bei Everglow entscheidest du, wem du vertraust. In jedem Kapitel wählst du, ob du den Hinweisen deines Körpers folgst oder den Worten der Menschen um dich herum. Ob du die Notizen deines früheren Ichs ernster nimmst als die Zärtlichkeit des Mannes, der dich jeden Tag besucht. Du bist nicht nur die Verlorene – du bist die Ermittlerin deines eigenen Lebens. Und jede Entscheidung kann die Erinnerung zurückbringen oder für immer begraben.
Jede Geschichte beginnt mit einer Rolle, die schon steht, und einer Welt, die auf dich wartet. Alles Weitere entscheidest du.
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Du legst die Intensität selbst fest, angedeutet bis explizit, und kannst sie in jeder Geschichte ändern. Was du nicht willst, passiert nicht: deine Figur behält ihre Grenzen.
Amnesia bedeutet, dass die Hauptfigur ihr Gedächtnis verloren hat und sich ihre eigene Vergangenheit nicht mehr erschliessen kann. In Liebesgeschichten wird daraus eine doppelte Spannung: Du musst nicht nur herausfinden, was passiert ist, sondern auch, ob die Liebe, die dir erzählt wird, wirklich deine war.
Bei Second Chance weisst du genau, warum es damals schiefging – du hast die Erinnerung an den Schmerz. Bei Amnesia fehlt dir diese Erinnerung komplett. Du musst dich auf die Version anderer verlassen, und dein Körper kann dir plötzlich Dinge verraten, die dein Verstand nicht einordnen kann.
Du bist die Frau, die aufwacht und nichts weiss. Aber du entscheidesst, wem du glaubst. In „Die Hafenstadt und das Vergessen“ bestimmst du, ob du den Notizen deines früheren Ichs folgst oder der Zärtlichkeit des Mannes, der dich jeden Tag besucht. Du bist nicht passiv – du gräbst dich Satz für Satz in deine eigene Vergangenheit.
Das hängt von deinen Entscheidungen ab. In unseren Geschichten gibt es keinen festen Zeitplan. Du kannst Hinweise übersehen oder dich in die falsche Richtung lenken lassen. Die Erinnerung kommt in Fragmenten – ein Geruch, ein Lied, eine Berührung – und du musst entscheiden, ob du diesen Bruchstücken traust oder nicht.
Du liegst in einem Krankenhausbett, vierzehn Monate deines Lebens sind weg. Ein Mann hält deine Hand und nennt dich beim Namen. Aber in deinen eigenen Notizen stehst etwas anderes. Beginne die Suche nach der Wahrheit – bevor dein Herz dich belügt.
Nur für Erwachsene ab 18 · privat und diskret · Startguthaben inklusive