Er steht im Seitengang, weil es sein Job ist. Er hört zu, weil er es nicht lassen kann.
Leseprobe ausMa'amDu spielst Annika, 32 · Thriller · RomantikDrohbriefe, ein Label, das reagiert, und plötzlich zieht Aleks in dein Gästezimmer: Ex-Militär, undurchdringlich, prüft dein Publikum durchs Objektiv und nennt dich „Ma'am“. Oder der neue Capo steht vor deiner Tür, bietet dir seinen Schutz an, und du weißt, dass er dich nicht nur beschützen will. Der Trope stellt Nähe als Dienstleistung her. Er ist im Haus, weil er muss; er kennt deinen Tagesablauf, weil er muss; er steht bei jedem Konzert im Seitengang, weil er muss. Und genau in diesem Muss entsteht die Frage, was davon irgendwann freiwillig ist. Der Trope kehrt die übliche Reihenfolge um: erst die Nähe, dann die Frage, ob man sie will.
Von Forced Proximity trennt den Bodyguard die Richtung der Macht: Er ist im Raum, um zu kontrollieren, nicht weil ein Sturm ihn festhält. Von Mafia Romance unterscheidet ihn, dass die Gefahr meist von außen kommt und der Mann sie abwehrt, statt sie zu verkörpern, wobei „Unter seinem Schutz“ beides in einer Figur vereint. Was den Trope hält, ist die Sprache der Kontrolle: das „Ma'am“, das nie fällt, die Hand am Rücken, die dich durch eine Menge führt, die Sekunde, in der er zu lange hinsieht und sofort wieder auf das Publikum schaut. Gute Geschichten lassen diese Formalität stehen, damit ihr Bruch etwas bedeutet. Ein Bodyguard, der seinen Job vergisst, ist keine gute Figur; einer, der ihn behält und trotzdem zu lange hinsieht, ist eine.
Bei Everglow kannst du die Formalität aufbrechen oder darauf bestehen. Du sagst ihm, dass er dich beim Namen nennen soll, oder du tust es nicht, und er merkt sich beides. Du lässt Dante ins Haus oder hältst ihn an der Schwelle, und die Geschichte richtet die Gefahr danach aus. Über eine Staffel hinweg entsteht aus der Bewachung entweder Vertrauen oder ein Machtkampf, und wie deutlich es wird, regelst du über die Intensität, jederzeit änderbar. Auch die Drohung von außen reagiert auf deine Züge; wer sich zeigt, wird gesehen, und wer sich versteckt, braucht ihn länger.
Jede Geschichte beginnt mit einer Rolle, die schon steht, und einer Welt, die auf dich wartet. Alles Weitere entscheidest du.
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Du legst die Intensität selbst fest, angedeutet bis explizit, und kannst sie in jeder Geschichte ändern. Was du nicht willst, passiert nicht: deine Figur behält ihre Grenzen.
Eine Liebesgeschichte zwischen einer bedrohten Person und dem Menschen, der sie beschützen soll. Der Reiz liegt in der erzwungenen Nähe, der professionellen Distanz und dem Moment, in dem diese Distanz bricht.
Weil er zwei Dinge gleichzeitig ist: die sicherste Person im Raum und die gefährlichste für dein Gleichgewicht. Er sieht alles, sagt wenig und ist immer da, und das lässt sich schwer nicht bemerken.
Nein, aber in den Katalog-Geschichten ist es so. In „Ma'am“ zieht Aleks bei dir ein, in „Unter seinem Schutz“ bietet Dante der Witwe seinen Schutz an. Der Katalog wächst, und eine eigene Welt lässt dir die Rollen frei.
In „Ma'am“ bist du Annika, Konzertpianistin mit Drohbriefen, und Aleks prüft heute Abend zum ersten Mal dein Publikum. Danach ist der Flur zwischen euren Zimmern sehr kurz.
Nur für Erwachsene ab 18 · privat und diskret · 100 Funken Startguthaben