Nicht jede Geschichte muss dich wach halten. Manche sollen dich hinüberbegleiten.
Leseprobe ausZwei Meter LuftlinieDu spielst Nele, 34 · Romantik · New AdultDie letzte halbe Stunde vor dem Schlafen ist empfindlich. Was du dann liest, nimmst du mit hinüber, und niemand will mit einem Capo vor der Tür einschlafen. Die Geschichten auf dieser Seite haben ein anderes Tempo. Sie spielen an Orten, an denen nichts Plötzliches passiert: auf zwei Balkonen um elf Uhr abends, in einem Archiv, in dem der Tee wichtiger ist als die Akten, an einer Nachtrezeption, an der der Regen gegen die Scheiben klopft. Die Männer darin haben Zeit, und die Geschichten geben sie ihnen.
In „Zwei Meter Luftlinie“ stehst du nach der Trennung jeden Abend um elf auf dem Balkon, eine Zigarette in der Hand, die du nicht rauchst, und drüben steht Milan mit demselben Ritual. In „Das Nachtarchiv“ bist du Elara, Archivarin in Wien, und dein Vorgesetzter lädt zu Tee-Ritualen, die mehr verbergen, als sie preisgeben. „Der Gast in Zimmer 12“ ist ein Hotel im Spätherbst, leere Flure, Kerzenlicht und ein Gast, der verlängert hat, ohne zu sagen, warum. Auf dem Weingut an der Mosel arbeitet ihr in „Die letzte Lese“ nebeneinander im Weinberg, und die Nähe wächst mit der Ernte. Und in „Herbstlichter“ liegt eine Ferienwohnung auf Sylt im Oktobernebel, mit Tee am Kamin und Spaziergängen am Strand. Keine dieser Geschichten hat Eile.
Bei Everglow endet jedes Kapitel an einem Punkt, an dem du etwas sagen, tun oder dir wünschen kannst, und du kannst genau dort das Handy weglegen. Die Geschichte wartet, die Figuren vergessen nichts, und dein Zug ist morgen Abend noch offen. Ein Kapitel hat 400 bis 500 Wörter, also etwa drei Minuten, ein gutes Maß für die letzte Viertelstunde. Die Intensität stellst du selbst ein; für diese Seite ist angedeutet oft genau richtig, weil die Wärme aus den Gesten kommt, nicht aus dem, was danach passiert. Manchmal ist das Beste an einer Geschichte, dass sie dich schlafen lässt.
Jede Geschichte beginnt mit einer Rolle, die schon steht, und einer Welt, die auf dich wartet. Alles Weitere entscheidest du.




Alle Geschichten ansehen › · Oder baue deine eigene Welt: deine Figuren, dein Ort, deine Regeln. Eigene Welt beginnen ›
Ein Kapitel hat 400 bis 500 Wörter, das sind etwa drei Minuten Lesezeit. Es endet mit deinem Zug, und den kannst du auch erst am nächsten Abend machen.
Nichts. Die Geschichte bleibt genau dort stehen, dein Zug ist noch offen, und die Figuren wissen beim nächsten Öffnen noch, worüber ihr zuletzt gesprochen habt.
Im Gegenteil. In „Zwei Meter Luftlinie“ ist ein Feuerzeug, das über die Brüstung gereicht wird, ein Liebesbeweis. Die Nähe entsteht aus dem, was zwei Menschen jeden Abend wiederholen, nicht aus dem, was einmal explodiert.
In „Zwei Meter Luftlinie“ steht Milan drüben und hat gerade zum ersten Mal etwas gefragt. Du kannst antworten oder nur nicken, und morgen um elf steht er wieder da.
Nur für Erwachsene ab 18 · privat und diskret · 100 Funken Startguthaben