Ein Vorgesetzter darf alles über deine Arbeit wissen. Das ist das Problem.
Leseprobe ausDas NachtarchivDu spielst Elara, 29 · Fantasy · Boss & BüroEine Archivarin im Nachtarchiv der Wiener Nationalbibliothek, deren neuer Vorgesetzter seit zwei Jahrhunderten wartet. Ein Souschef in Hamburg, den die Investorin über Nacht zum Küchenchef macht und drei Wochen Zeit gibt, es zu beweisen. Eine Doktorandin, deren Betreuer ihre Arbeit mit roter Tinte zerpflückt hat und die beim Fakultätsfest trotzdem seine Nähe sucht. Boss Romance funktioniert über Arbeit. Man sieht einander bei dem, was man kann, und das ist intimer als jedes Abendessen: die Hand, die eine Sauce abschmeckt, der Stift, der einen Absatz streicht, ein Blick über Folianten hinweg. Wer dich bei der Arbeit sieht, kennt dich in einer Konzentration, die du außerhalb nie zeigst. Diese Vertrautheit ist da, lange bevor ein privates Wort gefallen ist.
Von Age Gap trennt den Trope, dass die Macht in der Position liegt, nicht im Alter; die Chefin kann jünger sein als der Koch. Von Forced Proximity unterscheidet ihn, dass die Nähe regelmäßig ist statt erzwungen: Man geht jeden Tag hin. Die Gefahr des Tropes ist die Unehrlichkeit über Macht. Gute Geschichten benennen sie, lassen den Vorgesetzten die Grenze sehen, die er überschreitet, und geben der Angestellten den Satz, mit dem sie klarstellt, dass sie nicht aus Dankbarkeit bleibt. Erst dann darf die Küche nach Dienstschluss leer werden. Die Küche, das Archiv, der Seminarraum bleiben Arbeitsorte, und genau deshalb wiegt ein privater Satz dort doppelt.
Bei Everglow bestimmst du, wie das Verhältnis kippt. Du kannst die Beförderung annehmen und die Bedingungen selbst stellen, den Tee im Archiv trinken oder ablehnen, die rote Tinte kommentieren statt sie zu schlucken. Die Figuren merken sich, wer sich untergeordnet hat und wer nicht, und über eine Staffel hinweg verändert das, wie sie dich behandeln. Wie deutlich es nach Feierabend wird, regelst du über die Intensität, jederzeit änderbar, und niemand sieht zu. Kündigen kannst du übrigens auch, und die Geschichte muss damit umgehen.
Jede Geschichte beginnt mit einer Rolle, die schon steht, und einer Welt, die auf dich wartet. Alles Weitere entscheidest du.


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Du legst die Intensität selbst fest, angedeutet bis explizit, und kannst sie in jeder Geschichte ändern. Was du nicht willst, passiert nicht: deine Figur behält ihre Grenzen.
Eine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, von denen einer über die Arbeit des anderen entscheidet: Chef und Angestellte, Betreuer und Doktorandin, Investorin und Küchenchef. Das Gefälle ist der Reiz und das Risiko.
Nein. In „Sous Chef“ bist du Karim, und deine Chefin Vivienne hält alle Fäden. Im Katalog gibt es beide Richtungen.
Weil Kompetenz anziehend ist und weil die Situation Regeln hat, die man brechen kann. Es geht selten um den Titel, meist um den Moment, in dem jemand, der alles kontrolliert, die Kontrolle für dich abgibt.
In „Sous Chef“ bist du Karim, frisch zum Küchenchef gemacht, und Vivienne steht am Pass. Drei Wochen bis zur Kritik, und der erste Abend ist heute.
Nur für Erwachsene ab 18 · privat und diskret · 100 Funken Startguthaben