LexikonPining
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Pining

Pining bezeichnet in der Romance das lange, oft heimliche Sehnen nach einem Menschen, mit dem man nicht zusammen ist. Es kann Jahre dauern, unausgesprochen bleiben und die ganze Geschichte grundieren; die Auflösung ist der Moment, in dem es endlich gesagt wird.

Das englische Wort meint ein Verzehren, ein leises Schwinden. In der Romance ist es der Treibstoff aller Geschichten, in denen einer den anderen längst liebt, bevor der es merkt. Die Leserin weiß es früher als die Figur, und dieses Wissen tut auf die beste Weise weh.

Woran du Pining erkennst: Erinnerungen, die eine Figur nicht loslässt, ein Kuss, ein Sommer, ein Satz. Gegenstände, die aufbewahrt werden, ein Anhänger, ein Brief, ein repariertes Boot. Und Blicke, die abgewandt werden, sobald sie bemerkt werden könnten.

In „Die letzte Grenze“ trägst du die Erinnerung an einen Kuss seit acht Jahren wie einen Splitter unter der Haut, und er trägt noch den Anhänger. In „Zwei Wochen“ hast du deine Schwägerin geliebt, noch bevor sie deinen Bruder heiratete. Und in „Zwei Wochen am See“ hat dein Stiefbruder heimlich ein Ruderboot repariert, das an alles erinnert, was nie zu Ende gesprochen wurde.

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