Wer die Regeln macht, hat noch nicht gewonnen. Er hat nur den ersten Zug.
Leseprobe ausDie letzte KlauselDu spielst Caroline, 36 · Boss & Büro · Drama & TragödieEs gibt Räume, in denen Anziehung nicht erlaubt ist, und genau deshalb funktioniert sie dort am besten. Das Besprechungszimmer, in dem eine Fusion durchgeboxt wird. Die Küche eines Sternerestaurants drei Wochen vor der Kritik. Ein Hörsaal am Abend, ein Fakultätsfest mit einem Glas Wein zu viel. In diesen Geschichten hat immer einer von beiden Macht über den anderen: über Vertrag, Karriere, Note, Gehalt. Und die Frage ist nicht, ob diese Macht ausgespielt wird, sondern wie, und was sie kostet.
Die Männer und Frauen an der Spitze dieser Geschichten sind keine Karikaturen. Adrian in „Die letzte Klausel“ ist der CEO der Gegenseite und der Mann, der dich vor drei Jahren am Altar stehen ließ, und jetzt wird die Vergangenheit zum Druckmittel. Vivienne in „Sous Chef“ befördert dich überraschend zum Küchenchef, setzt deinen Namen auf die Karte und verlangt Beweise, dass du es wert bist. Prof. Thorne in „Rote Tinte“ hat deine Arbeit zerpflückt, und doch suchst du seine Nähe. Dr. Voss in „Neun Monate bis zum Abitur“ schreibt in die Ränder deiner Aufsätze, was er im Unterricht nie sagen würde. Und im Wiener Nachtarchiv wartet ein Vorgesetzter, der seit zwei Jahrhunderten niemandem mehr eine Frage gestellt hat. Sie alle haben etwas zu verlieren, und du weißt, was.
Bei Everglow ist das Gefälle keine Einbahnstraße. Am Ende jedes Kapitels ist es dein Zug: Du kannst dem CEO widersprechen, der Investorin eine Bedingung stellen oder dem Dozenten eine Randnotiz zurückschreiben. Die Figuren merken sich, wer wann nachgegeben hat, und bauen darauf auf. Macht in diesen Geschichten ist ein Spiel mit zwei Spielern, und du entscheidest bei jeder Runde, ob du hältst oder erhöhst. Die Intensität wählst du dazu, von angedeutet bis explizit, jederzeit änderbar.
Jede Geschichte beginnt mit einer Rolle, die schon steht, und einer Welt, die auf dich wartet. Alles Weitere entscheidest du.




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In der Boss-Romance ist die Macht beruflich: Vertrag, Beförderung, Bewertung. Beide können jederzeit gehen, es würde nur etwas kosten. In der Dark Romance ist die Macht existenziell, und Gehen ist oft keine Option. Wer die Gefahr sucht, ist unter Lust auf etwas Verbotenes besser aufgehoben.
Nein. In „Sous Chef“ bist du Karim, der zum Küchenchef befördert wird, und die Macht liegt bei der Investorin. In „Die letzte Klausel“ verhandelst du als M&A-Beraterin auf Augenhöhe. Das Gefälle wechselt die Seite, je nach Geschichte.
Ja, das ist der Kern. Was du am Kapitelende sagst, tust oder dir wünschst, verändert, wie die Figur dir beim nächsten Mal begegnet. Eine Bedingung, die du stellst, bleibt gestellt.
In „Die letzte Klausel“ beginnt die erste Verhandlungsrunde mit dem Mann, der dich stehen ließ. Sechs Wochen Schweigen stehen im Vertrag, und was du ihm ins Gesicht sagst, steht nirgends.
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